Erstmals seit Maduros Festnahme trafen sich Hunderte Ölmanager in Caracas und verwandelten das Marriott-Hotel in eine inoffizielle US-Botschaft. Hinter verschlossenen Türen wurde das Land gnadenlos aufgeteilt. Was bleibt den Menschen dort? Auf den Golfplätzen und in den Steakhäusern von Caracas fühlte es sich vergangene Woche wieder an wie in alten Zeiten. „Venezuela ist der Ort, an dem man jetzt sein muss“, sagte Erik Keskula, Direktor beim katarischen Unternehmen UCC Oil and Gas Holding, während er das aufgeregte Gedränge im Marriott-Hotel der venezolanischen Hauptstadt beobachtete. „Wir sind hier, um Geld zu verdienen“, fuhr er fort, bevor er hinzufügte: „Aber wir sind auch hier, um zu versuchen, die Orte zu verbessern, an denen wir tätig sind.“ Keskula gehörte zu Hunderten von Ölmanagern, die nach Venezuela geflogen waren, um an der ersten großen Öl- und Gaskonferenz teilzunehmen, seit die Regierung von Donald Trump im Januar den vene Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Wer die Gegenwart verstehen will, sollte diese Bücher lesen: Lutz Seiler reist ans Ende der Welt, Åsne Seierstad ins Innere Russlands. Man lernt das neue Modewort der Kapitalismuskritik kennen – und ein Buch bricht ein Tabu über Männer 1. Lutz Seilers „Das tickende Herz“: Ein ostdeutscher Dichter reist ans Ende der Welt Eine Wunde in der Hand, eine rätselhafte Frau und eine Reise bis in die kasachische Steppe: Der neue Roman des Autors von Kruso und Stern 111 klingt nach einem großen Abenteuer. Tatsächlich erzählt er davon, wie unzuverlässig Geschichten sein können. In einer Sprache, die Komik und Melancholie auf engem Raum verbindet. Lesen Sie die Besprechung. 2. „Der Krieg ist anderswo“: Wer über Russland mitreden will, muss dieses Buch lesen Die Norwegerin Åsne Seierstad reist für eine große Reportage durch ein Land, das kriegsmüde wirkt, aber keinen großen Aufstand wagt. Die Schriftstellerin und Journalistin setzt auf das, was eine Repor Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Soziale Netzwerke prägen, wie Politik gemacht wird. In „Faschisierung. Fluchtlinien des Digitalen“ zeigt Medienwissenschaftler Simon Strick, wie Formeln aus dem Netz die Debatte nach rechts ziehen – bis in den Bundestag. Ein Gespräch Als Bundeskanzler Friedrich Merz im Streit um die Regenbogenflagge sagte, der Bundestag sei kein „Zirkuszelt“, klang das nach einem gewöhnlichen konservativen Spruch. Für Simon Strick ist es mehr: das Echo eines Memes, das in den rechtsradikalen Ecken des Internets entstanden ist. In seinem neuen Buch Faschisierung: Fluchtlinien des Digitalen untersucht er, wie Reaktion und Kulturkampf aus dem Netz längst den politischen Raum vergiften – und warum es dagegen kein einfaches Rezept gibt. der Freitag: Herr Strick, Ihr neues Buch zeichnet ein düsteres Bild sozialer Netzwerke: Ihre inhärente Logik sei die Faschisierung. Sind Sie trotzdem noch auf X & Co. unterwegs? Simon Strick : Ja, bin ich. Ignorieren kann man es nicht, schon weil große Teile d Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Mit Razzien und Festnahmen ging die türkische Polizei im September gegen die queere Community vor. Es traf auch Schriftsteller Barbaros Altuğ – einen Tag, bevor sein Roman „Die dunkelste Nacht eines langen Winters“ erschien. Ein Gespräch Barbaros Altuğ , kurzes graues Haar, leise Stimme, bezeichnet sich selbst als Exilanten. Der schwule Schriftsteller verließ die Türkei kurz nach dem Putschversuch vor zehn Jahren. Mitte September erschien sein neuer Roman Die dunkelste Nacht eines langen Winters auf Deutsch. Wenige Tage vorher ging die türkische Polizei mit dutzenden Razzien und Festnahmen gegen die queere Community vor. Auch Altuğ selbst war betroffen. Genau diese Gewalt, sagt der 54-Jährige, beschreibt der Roman. Der Freitag hat Altuğ in Berlin zum Kaffee getroffen. Spricht er über die alte Heimat, steigen Tränen in seine Augen. Umso zuversichtlicher blickt er auf die neue – gerade jetzt. der Freitag: Wie haben Sie die jüngsten Ereignisse erlebt? Entschuldigen Sie, da Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Die SPÖ stellt ihrem Chef zwei Aufpasser zur Seite. Anfang 2027 soll Finanzminister Markus Marterbauer ihn als Vizekanzler ablösen. In Umfragen fällt die Partei erstmals hinter die Grünen. Wer hat den Parteichef wirklich zu Fall gebracht? Andreas Babler bekommt vorerst zwei Aufpasser als Co-Vorsitzende zur Seite gestellt. Anfang 2027 soll dann Finanzminister Markus Marterbauer ihn als Vizekanzler und am nächsten Parteitag wohl als Parteiobmann ablösen. Ein paar Wochen wird man ihn noch den Medienminister machen lassen. Das war’s dann. Wenn die SPÖ-Granden sich nun für diese Lösung, die nicht einmal eine Notlösung für ihre seit langem schwelende Führungskrise ist, rühmen, muss man allerdings an ihrem Verstand zweifeln. Die SPÖ ist nicht nur angeschlagen, man hat schon das Gefühl, dass ihre Tage gezählt sind – dass es da nirgendwo einen „Plan A“ gibt, und auch kein „Plan B“ mehr hilft. Außerdem, woher nehmen? Woraus schöpf Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Sie gilt als mögliche Präsidentschaftskandidatin und machte öffentlich, was sie mit ihrem Körper plant. Prompt machten amerikanische Konservative ihre Entscheidung für sinkende Geburtenraten mitverantwortlich. Doch dahinter steckt mehr Ein Glück, dass Frauen einen Körper haben. Sonst müssten wir uns womöglich mit ihren Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen. Wir müssten uns damit beschäftigen, was sie sagen, schreiben, entscheiden wollen. Wir reden über ihre Oberarme , Hintern, Bäuche und Brüste, ihr Gewicht, ihre Falten und ihre Gebärmütter. Wenn Frauen über Körper sprechen, sieht die Sache anders aus. Menstruation, Fehlgeburten, Geburt , Unfruchtbarkeit, Wechseljahre , Wochenbett, Begehren, keine Kinder wollen , unbedingt Kinder wollen, eine Schwangerschaft lieben oder sie hassen: All das wird schnell zum Nischenthema. Mit dem „Wir“ am Anfang ist hier nicht jene unbestimmte Kollektivität appellativer Texte gemeint, mit der am Ende immer Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Der Journalist Gal Beckerman porträtiert mit sehr viel Empathie Dissident:innen – von Etty Hillesum bis Ai Weiwei. Sein Buch liefert historisches und geistiges Rüstzeug für alle, die sich einer autoritären Wende nicht fügen wollen Anfangs mögen sie im Abseits stehen, aber ihr Handeln und ihre Ideen zeigen Wirkung. Sie machen deutlich, dass kein noch so totalitäres Regime der Welt unbezwingbar ist: die Dissidenten. Mehr denn je wird heute ihre Unerschrockenheit gebraucht. Seien es die Kriege im Osten, das Erstarken neofaschistischer Bewegungen oder die globale Umweltzerstörung – überall bedarf es des Widerstandes, der jedoch oft nur von zu wenigen getragen wird. Eben weil der Einsatz mitunter sehr hoch ist. Auch wenn wir nicht alle zum Heldentum taugen, können wir von den Biografien jener aufopferungsvollen Rebellen einiges lernen. So nachzulesen im Buch Wie man Dissident wird des US-Journalisten Gal Beckerman. Um die DNA der Systemsprenger zu analysieren, arbeitet er in seinen Kapiteln j Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Als Betterov füllt Manuel Bittorf Konzerthallen, nun ist sein Debütroman „Goldener Retriever“ erschienen – ein Buch über Geld, Klasse und Berlin. Auch für den Ausgang der Berliner Wahl hat der Musiker eine eindeutige Erklärung. Ein Gespräch Als Betterov füllt er seit Jahren die Musikhallen. Nun legt Manuel Bittorf nach: Soeben erschien sein erster Roman Goldener Retriever . Darin verschlägt es Max und Chau aus der ostdeutschen Provinz ins noble Berlin-Grunewald. Als sie dort auf einen gesuchten Hund treffen, setzt das eine folgenschwere Eskalation in Gang. Der Freitag sprach mit dem 32-Jährigen über das Verlorensein in Berlin, Politik in der Literatur und die Frage, ob Filme oder Bücher die größere Wirkung entfalten. der Freitag: Herr Bittorf, Ihr Debütroman „Goldener Retriever“ beginnt mit Max, der nach einem Unfall zwischen Blaulicht und Polizisten zu sich kommt. Warum wollten Sie die Geschichte genau mit dieser Szene beginnen lassen? Manuel Bittorf: Ich wollte mit der Katast Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Am 13. Oktober prüft das Bundesverfassungsgericht, ob die Steuerprivilegien für Firmenerben mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Allein 2024 kosteten sie den Staat 8,8 Milliarden Euro. Wie rechnen sich Konzernerben vor dem Finanzamt arm? 90 Kinder unter 14 Jahren erhielten zusammen 29,4 Milliarden Euro – steuerfrei. Für die Jahre zwischen 2011 und 2014 waren das im Schnitt mehr als 327 Millionen Euro pro Kind. Während Millionen Menschen in Deutschland kaum Rücklagen besitzen, sorgt das Steuerrecht dafür, dass sich selbst riesige Unternehmensvermögen weitgehend ungeschmälert an die nächste Generation weitergeben lassen. Mit Leistung hat das wenig zu tun. Mit politisch geschützten Privilegien umso mehr. Am 13. Oktober verhandelt das Bundesverfassungsgericht darüber, ob die steuerliche Begünstigung von Betriebsvermögen mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das Verfahren wirft eine grundsätzliche Frage auf: Warum soll es einen Unterschied machen, ob jemand ein Unter Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Nein, sagt Boris Palmer, es droht kein neuer Faschismus. Ja, sagt Eva von Redecker, er droht. Kann die Wahrheit in dieser Frage in der Mitte liegen? Der „Endlich Freitag!“-Blick auf den Tag Liebe Leserinnen und Leser, wenn ich auf unsere Webseite schaue, dann sehe ich viel Auseinandersetzung mit dem Faschismus, auf den wir vermeintlich oder tatsächlich zulaufen. Es ist eine wichtige Debatte, die hohen Klickzahlen der Beiträge sprechen eine deutliche Sprache. Die Debatte ist wie alle in diesen Zeiten hochpolarisiert. Ich warte immer noch auf den „Ja, aber, nein, doch“-Artikel, der natürlich nicht kommen wird. Interessant wird es für mich, wenn es konkret wird. Zum Beispiel in dem gehaltvollen Interview , das meine Kollegin Hanna Israel mit der Ökonomin Isabella Weber und der Philosophin Eva von Redecker geführt hat. Es geht in dem Gespräch am Ende darum, wie eine Politik aussehen müsste, die die Menschen nicht in die Arme der Af Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Zwar geht die Mission der Trump-Beauftragten Jared Kushner und Steve Witkoff weiter, doch die Chancen auf eine Verständigung zwischen Kiew und Moskau und eine Waffenruhe sind derzeit sehr gering An den Schaltern der Grenzkontrolle am Moskauer Flughafen Scheremetjewo verläuft auch eine sichtbare Grenze zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Dort, wo Reisende aus der Ukraine gründlich befragt werden, oft unter Kontrolle ihrer Smartphones, steht jetzt ein Stand voller Broschüren mit der Aufschrift „Drugaja Ukraina“ (Die andere Ukraine). Das ist der Name einer prorussischen Exilorganisation, die für sich wirbt – mit Unterstützung der Grenzwächter. Warum das so ist, erklärt ein Blick auf die Vita des Chefs von „Drugaja Ukraina“, Wiktor Medwedtschuk , 2002 bis 2005 Leiter der Administration des ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma . Seit dieser Zeit ist er mit Wladimir Putin bekannt, und zwar so gut, dass der 2004 in der Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
In Berlin beginnen Sondierungsgespräche von Linken, SPD und Grünen. Wenn es dem Bündnis gelingt, Vergesellschaftung voranzutreiben, könnte es zu einem Vorzeigeprojekt werden. Die Frage ist: Kann die Linke dem Druck standhalten? Trotz Einmischungsversuchen und Diffamierungskampagnen ist in Berlin der Weg für Sondierungsgespräche über eine rot-rot-grüne Koalition frei. Möglich wurde das durch eine Einigung von SPD, Linken und Grünen auf eine Erklärung zum Umgang mit Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens, die am Donnerstag vorgestellt wurde . Doch die demonstrative Einigkeit der Parteispitzen bei der Vorstellung täuscht über Konflikte hinweg, die nicht nur die weiteren Verhandlungen, sondern auch die Parteien selbst beschäftigen dürften. In Teilen der Linken-Basis stößt die „Berliner Vereinbarung“ auf Kritik. Mitglieder und Unterstützer sehen darin einen Rückschritt hinter die in den vergangenen Jahren mühsam erru Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Seit dem neuen Wehrdienstgesetz streiken Schüler gegen die Rückkehr der Wehrpflicht, am 20. November erstmals europaweit. Wen soll die Bundeswehr eigentlich schützen? Mitorganisator Phil Werring hat eine klare Antwort. Ein Gespräch „Zum Bund“ zu müssen: Das war schon vor der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 ein unangenehmer Zwang. Vor allem aber erschien es damals sehr vielen als sinnlos, als reinste Zeitverschwendung . Heute ist das anders: Die Gefahr eines tatsächlichen Krieges war seit der Kuba-Krise wohl nie so groß. Vor diesem Hintergrund haben wir mit Phil Werring gesprochen. Der Schüler aus Münster ist an der Organisation der Schulstreiks gegen Wehrpflicht beteiligt. Er sieht die Aktionen nicht als eine Ein-Punkt-Bewegung. Ein Gespräch über die Erfahrungen und Ängste seiner Generation – und über das Verhältnis zur klassischen Friedensbewegung. der Freitag: Herr Werring, Sie haben nun schon einige Schulstreiks gegen Wehrpflicht mit organisi Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Im Wahlkreis von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ist Robin Karg Geschäftsführer einer Fensterbauer-Firma. 30 Prozent seiner Beschäftigten haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Welche Sorge trieb einen von ihnen um? Ein Gespräch Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt blickt Robin Karg, Co-Geschäftsführer von BBE-Fenstertechnik, mit Sorge auf die Zukunft seines Betriebs. Was würde eine AfD-geführte Landesregierung für seine Mitarbeiter und den Mittelstand bedeuten? Im Interview spricht Karg über verunsicherte Beschäftigte, wirtschaftliche Risiken und die Frage, wie sehr politische Instabilität seinem Unternehmen schaden könnte. der Freitag: Herr Karg, wie blicken Sie auf den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ? Robin Karg: Die Auswirkungen dieser Wahl, die auch für uns ein ziemlicher Schock war, lassen sich noch nicht vollständig absehen. Aber natürlich spielt das eine große Rolle für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens. Wir sind ursprüng Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Unsere Lyrikspezialistin Beate Tröger empfiehlt zeitgenössische Gedichtbände, die den Blick öffnen und die richtigen Fragen stellen – mal apokalyptisch, mal alltäglich und immer wieder überraschend. Auf in einen lyrischen Herbst! Gedichte, die die Welt auf den Kopf stellen: Preiwuß, Hennemann und Geißler nutzen Lyrik, um die Themen unserer Zeit zu beleuchten. Diese vier Bände sind mehr als Lektüre – sie sind ein Erlebnis. 1. „Rodeo. Gedichte“ von Kerstin Preiwuß Wer sich dem Handwerk des Dichtens ernsthaft verpflichtet sieht, steht mit jedem neuen Gedicht, jedem neuen Band vor beträchtlichen Schwierigkeiten. Die 1980 in Lübz geborene Kerstin Preiwuß, deren jüngster Gedichtband Rodeo zeitgleich mit ihrem für den Wilhelm-Raabe-Preis nominierten Roman Wir alle erscheint, stellt im Motto von Rodeo fest: „Die Welt zerfällt in Tatsachen. Die Welt zerfällt ja tatsächlich“, und schon der Umschlag veranschaulicht, dass in diesem Ban Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Vergessen Sie die heutige Hipster-Metropole: Element-of-Crime-Frontmann Sven Regener schickt seinen Herrn Lehmann im Roman „Frankie und Freddie“ zurück ins alte Westberlin der frühen 80er-Jahre. Da waren die Kreuzberger Nächte noch lang Eigentlich will Freddie nur möglichst schnell sein Zeug packen, das Weihnachtsfest hinter sich bringen und pünktlich nach New York fliegen. Aber er hat Pass, Visum und Flugticket in seiner Tasche in einem ominösen Hotel am Kudamm vergessen, wo er ein paar Wochen an einer Medikamentenstudie für Psychopharmaka teilgenommen hatte. Also tourt er mit seinem kleinen Bruder – und das ist kein Geringerer als der allseits beliebte Vorzeige-Kreuzberger Herr Lehmann – auf einer aberwitzigen Schnitzeljagd durch das winterliche Westberlin. Ein Vierteljahrhundert nach Sven Regeners Erfolgsroman Herr Lehmann geht es noch einmal zurück nach Kreuzberg, ganz tief hinein in die frühen 80er Jahre, zu einem weiteren Prequel-Roman des Element-of-Crime-Sängers ü Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Ostdeutsche stellen 19 Prozent der Bevölkerung, aber nur 12 Prozent der Eliten, zeigt der „Elitenmonitor“ der Bundesregierung. In Konzernchefetagen sieht es noch düsterer aus. Warum ändert sich das nicht von selbst, Lars Vogel? Ein Gespräch Ostdeutsche sind in Spitzenpositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Das belegen die Ergebnisse des von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Elitenmonitors, an dem auch Lars Vogel mitgewirkt hat. Besonders auffällig ist die geringe Präsenz Ostdeutscher in den Führungsetagen der Wirtschaft. Woran liegt das? der Freitag: Herr Vogel, wie stark sind Ostdeutsche 36 Jahre nach der Wiedervereinigung in Führungspositionen vertreten? Lars Vogel: Unsere Untersuchungen zeigen, dass in den Eliten 12 Prozent Ostdeutsche sind. Dazu zählen wir Führungspositionen in den größten und einflussreichsten Organisationen in Deutschland. Wenn wir uns allerdings anschauen, wie viele Deutsche in Ostdeutschland oder der DDR geboren wurden, kommen wir auf einen W Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Auf der Buchmesse entzündet sich dieses Jahr keine hitzige Debatte, aber es geht um eine viel größere Frage: Was bleibt von der Literatur, wenn die KI das Schreiben übernimmt? Ein Rundgang zwischen Existenzangst und der Liebe zum Buch Zu den Ritualen der Buchmesse gehört die sie begleitende Debatte, der Skandal, der sich alljährlich herausstellt und über den sich dann herzzerreißend streiten lässt. Nur in diesem Jahr bleibt er vorerst aus. Es wurde zwar der Kulturminister des Gastlandes Tschechien bei der Eröffnungsfeier ausgebuht, und man kann sich durchaus fragen, ob es ein Problem ist , wenn rechtspopulistisch regierte Länder hier auf der Buchmesse eingeladen und unhinterfragt groß aufspielen dürfen. Aber so richtig darüber aufregen mochte sich auch niemand, müde ist man von dauernden Debatten und Skandalen, und das große Thema dieser Buchmesse, es ist halt so groß und tonnenschwer und zugleich unsichtbar und unmenschlich grau, und es dringt in jede Ecke d Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Im Berliner Wahlkampf war die Krise des Wohnens ein großes Thema. Aber nicht die Nöte der Rentner. Dabei müsste man das zusammendenken. Spanien macht es gerade vor. Dort wird generationsübergreifend demonstriert Es will nicht aufhören: Viel zu oft finden politische Debatten abgezäunt und mit altbackener Verschlagwortung statt – grob irgendetwas zwischen „Pflegedeckel“ und „Tankrabatt“. Berlin ist da noch mal ein Sonderfall. Nach dem fulminanten Wahlsieg der Linken wirkt die Stadt in ihrer politischen und medialen Selbstbeschreibung wie die Kapitale einer jungen, tendenziell aktivistischen Bevölkerung. Neben der Wohnungsnot sind Antisemitismus, Clubkultur und Clankriminalität – you name it – die Topthemen. Und natürlich die Berliner Wohnungskrise . Vor allem der Streit um die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen sorgt für Nervosität. Verdächtig häufig sind es Erben und Alteigentümer, die jetzt davor warn Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Erstmals führt ein AfD-Politiker ein deutsches Parlament: Der Landtag in Magdeburg wählte Tobias Rausch zum Präsidenten – mit mehr Stimmen, als AfD und BSW Sitze haben. Nun gebietet er sogar über die Polizei im Haus. Wie mächtig ist er? Am 6. Oktober 2026 wurde in Sachsen-Anhalt Geschichte geschrieben . Der Landtag in Magdeburg wählte den AfD-Politiker Tobias Rausch zu seinem Präsidenten. Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der Rechtsaußen-Partei an der Spitze eines deutschen Parlaments steht. 48 Abgeordnete wählten ihn, vier mehr, als AfD und BSW zusammen im Parlament Sitze haben. Wer die zusätzlichen Stimmen beisteuerte, bleibt wegen der geheimen Wahl offen . Doch wie viel Macht hat ein Landtagspräsident überhaupt? Auf dem Papier ist der Landtagspräsident der ranghöchste Politiker des Landes, noch vor dem Ministerpräsidenten – ähnlich wie auf Bundesebene, wo die Bundestagspräsidentin protokollarisch noch vor dem Bundeskanzler kommt. In erster Linie hat da Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Susanne Regina Meures wollte einen Film auf dem Rhonegletscher drehen, herausgekommen ist „Eternity“ mit Florentina Holzinger und Ensemble. Christliche Symbolik, nackte Frauenkörper, große Maschinen – alles da. Aber etwas ist anders Eine interessante Entwicklung zeigt sich derzeit in der – nutzen wir den Oberbegriff – Kulturproduktion, nämlich eine Genreverschmelzung. Das heißt: Die Musik kommt ins Museum, das Theater in die Galerie und die Kunst in den Film. Dies ließ sich besonders gut bei der Berliner Art Week beobachten, die im September nicht nur mit Ersan Mondtags Theater in der Gemäldegalerie eröffnet wurde, sondern auch genrefließend beendet wurde, und zwar mit einem Film, der die Kunst der theaternahen Performerin Florentina Holzinger adaptierte. Susanne Regina Meures heißt die Regisseurin, die bisher vielbeachtete Dokumentationen über DJs im Iran , eine Zwangsverheiratete in Saudi-Arabien oder eine jugendliche Influencerin aus einem Berliner Vorort veröf Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Der Historiker und Politikwissenschaftler Omar Kamil widerspricht den einfachen Erklärungen und verfolgt ins seinem neuen Buch „Muslimischer Antisemitismus“ die politischen und historischen Quellen des weltweiten Judenhasses Es gebe „eine Art importierten Antisemitismus“ , sagte Friedrich Merz 2025, angesprochen auf die stark angestiegenen antisemitischen Straftaten in Deutschland. Er begründete das mit „der großen Zahl von Migranten“ und meinte damit Menschen aus arabischen und muslimischen Ländern. Allein, Kriminalstatistiken belegen, dass rechtsextremer Antisemitismus weiterhin am virulentesten ist. Kürzlich bezeichnete der Kanzler Antisemitismus aber auch als „die perfideste Form von Ausländerfeindlichkeit“ – eine Ignoranz, die befürchten lässt, er könnte nicht nur gegen Muslime, sondern auch gegen Juden Vorurteile hegen. Nun hat Merz die Bezeichnung „importierter Antisemitismus“ aber nicht erfunden: Seit den 2000er Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Mit 46,2 Prozent gewann Martha Kleedörfer ihren Wahlkreis in Berlin-Wedding. Dann widmete ihr Harald Martenstein eine „Bild“-Kolumne, daraufhin forderte sie die Enteignung von Springer. Was hat sie an dem Text so schockiert? Ein Gespräch Normalerweise läuft es andersherum: Vor der Wahl wird getrommelt, danach kehrt langsam Ruhe ein. Bei Martha Kleedörfer ist es genau umgekehrt. Die Linke-Politikerin holte bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus in ihrem Wahlkreis in Wedding und Gesundbrunnen 46,2 Prozent der Stimmen – und ist seitdem präsenter denn je. Harald Martenstein widmete ihr seine Bild -Kolumne , in der er den Einsatz für Palästina zu einer Art erotischen Leidenschaft stilisierte: Viele junge Frauen würden, so Martenstein, „unbewusst oder halbbewusst Machos superattraktiv finden. Natürlich keine Vergewaltiger. Aber autoritäre Gangstertypen irgendwie schon. Die Remmos sehen ja auch gut aus. Palästinasolidarität biete die Chance, eine verbotene Leidenschaf Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
SPD, Grüne und Linke wollen in Berlin über die Bildung einer Regierung verhandeln. Ihr Plan gegen Antisemitismus ist großteils sinnvoll, doch eine geplante Kommission birgt Risiken. Und das Thema darf vor allem eine Frage nicht verdrängen Draußen regnet es in Strömen, drinnen im Berliner Haus der Statistik am Alexanderplatz drängen sich die Journalisten. Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus treten die Spitzenkandidaten Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) sowie die Linke-Landesvorsitzende Kerstin Wolter vor die laufenden Kameras und verkünden den Beginn der Sondierungen für eine mögliche gemeinsame Regierung. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsamer Plan zum Umgang mit Antisemitismus und zu organisierter Kriminalität , den die drei Parteien ebenfalls vorstellen. „Antisemitismus hat in Berlin keinen Platz“, sagt Wolter. Das Existenzrecht Israels sei „unverhandelbar“. Die drei Spitzenpolitiker wirken selbstbewusst, sie betonen die bisher Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Faschismus! Antisemitismus! Über Sachsen-Anhalt und Berlin diskutiert die Republik eher überdreht. Doch gegen den Öffnungsprozess der CDU zur AfD hilft reine Empörung über den Tabubruch nicht. In der Situation jetzt liegt auch eine Chance In diesem Herbst zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin die Ausstellung „ Ruin und Rausch“ . Der Titel bezieht sich natürlich nicht auf die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt, und auch das Wort „Ruin“ verweist nicht zwingend auf den Untergang der dortigen Landes-CDU. Ansonsten aber scheint die Lage von „ Babylon Berlin “, auf welchen Zeitraum sich die Ausstellung bezieht, mit der von „Babylon Magdeburg“ vergleichbar zu sein. Angesichts der vielen düsteren Endzeit-Kommentare, in denen es vor Einschnitten und Epochenbrüchen nur so wimmelt, könnte man meinen, die Republik verschwinde im Oktober 2026 so kampflos wie im Januar 1933. Die AfD stellt erstmals einen Landtagspräsi Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Von den „Cornell 7“ bis zu französischen Schülerprotesten: Unterschiedliche Wahrnehmungen spalten die Gesellschaften. Und welche Rolle spielt Comedy in der öffentlichen Debatte? Der „Freitag“-Blick auf den Tag Hallo, was die Wahrnehmung unserer Welt zunehmend prägt, ist – dass die Wahrnehmungen so weit auseinandergehen. In den USA liefert dafür die Auseinandersetzung um den Fall der „Cornell 7“ das jüngste Beispiel, bei dem die eine Seite die Wirklichkeit der anderen schlicht nicht anerkennen will. Veronika Kracher hat sich damit auseinandergesetzt . Bei den Schülerprotesten in Frankreich ist es ähnlich: Es zweifelt zwar niemand an, dass es sie gibt, aber sowohl deren „Gewalttätigkeit“ als auch ihr Umfang werden sehr verschieden beschrieben. Etwas ratlos sind auch die Kommentare zu den Gründen. Romy Straßenburg berichtet für uns aus Frankreich . Andernorts wird spekuliert, ob etwa ein Smartphone-Verbot in Schulen als Katalysa Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
In Sachsen-Anhalt ist erstmals ein AfD-Politiker Landtagspräsident. Für Tübingen-OB Boris Palmer ist das kein Schritt in den Faschismus. Seine jüdischen Verwandten sind 1936 geflohen. In welchem Fall würde er die Koffer packen? Ein Gespräch Am Dienstag hat der Landtag in Magdeburg Tobias Rausch zum Präsidenten gewählt. Damit steht zum ersten Mal ein AfD-Politiker an der Spitze eines deutschen Landesparlaments. 48 Abgeordnete stimmten für ihn, obwohl AfD und BSW zusammen nur auf 44 Stimmen kommen. Seitdem rätselt die Republik, woher die übrigen vier kamen. Die Philosophin Eva von Redecker nennt die „Remigrations“-Ankündigung der AfD im Freitag- Interview einen „faschistischen Plot“. Doch ist Sachsen-Anhalt wirklich auf dem Weg in den Faschismus – oder schadet genau dieser Vorwurf dem Kampf gegen die AfD? Boris Palmer hat darauf eine klare Antwort. der Freitag: In Sachsen-Anhalt ist am 6. Oktober Tobias Rausch zum ersten AfD-Landtagspräsidenten aller Zeiten gewä Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Ihre Zwangsräumung in Madrid trieb Tausende auf die Straße und brachte Spaniens Regierung dazu, Neuwahlen auszurufen. Nun ist die Rentnerin María del Carmen Abascal gestorben – Stunden vor einer Unterschrift, die alles hätte ändern sollen María del Carmen Abascal, die 87-Jährige, deren Zwangsräumung eine landesweite Protestwelle gegen die Wohnungskrise in Spanien ausgelöst hatte, ist verstorben. Die Nachricht von ihrem Tod kam zwei Wochen, nachdem Maricarmen – wie sie in ganz Spanien genannt wurde – aus der Madrider Wohnung zwangsgeräumt worden war, in der sie mehr als sieben Jahrzehnte lang gelebt hatte. Die Rentnerin, deren Wohnung von einer Investmentfirma gekauft worden war, die ihre Miete um 230 Prozent erhöhen wollte, wurde schnell zum Symbol für die vielen Menschen, die vom boomenden spanischen Wohnungsmarkt abgehängt wurden. „Wir sind alle Maricarmen“ Die Szenen der Zwangsräumung, bei der die Polizei zur Durchsetzung des Bescheids mehrfach Träneng Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Zehn Jahre lang behauptete der Präsident, er werde die Trennung zwischen rechts und links überwinden. Nach der Wahl seines Nachfolgers wird vom Macronismus nicht viel übrig bleiben, die Spaltung des Landes hingegen schon Als Emmanuel Macron 2017 in den Élysée-Palast einzog, versprach er, mit seiner Bewegung La République en marche (LREM) das Land politisch zu erneuern. Zehn Jahre später wird mit seinem Abgang ein Scherbenhaufen zurückbleiben. Laut neuesten Zahlen des Statistikamts Insee lebten 2024 9,8 Millionen Menschen in Armut , 1,2 Millionen mehr als zu Beginn von Macrons Amtszeit. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit mit 8,3 Prozent auf einem hohen Niveau, während die versprochene Reindustrialisierung weitgehend ausgeblieben ist. Gleichzeitig hat sich das Vermögen französischer Milliardäre im zurückliegenden Jahrzehnt laut Oxfam um 220 Milliarden Euro erhöht. Zwei wollen es versuchen Kein Wunder, dass Macrons Präsidentschaft stets von sozialen Kon Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Moskau droht mit Atomwaffen, sollte die NATO Kaliningrad blockieren. Kanzler Friedrich Merz hielt bei seinem Kiew-Besuch dennoch am bisherigen Kurs fest. Doch die Strategie des Westens hat einen Haken – und Russland nutzt diesen gezielt aus Nicht nur der Ton wird stetig schärfer, auch die militärischen Aktivitäten von Russland und der NATO wirken immer gefährlicher. Moskau setzt von Kaliningrad aus massiv Störsender ein, die GPS-Signale von Flugzeugen und Schiffen stören. Das westliche Bündnis lässt bis zu 25 Maschinen stundenlang an der Grenze zur russischen Exklave kreisen, darunter ein Exemplar des neuen Typs L3Harris EA-37B Compass Call zur elektronischen Kriegsführung. Moskau droht mit dem sofortigen Einsatz von Kernwaffen gegen Entscheidungszentren von NATO-Staaten, sollten diese versuchen, Kaliningrad zu blockieren. Warum die 28-Punkte-Agenda der Amerikaner gescheitert ist „Wenn Europa Russland angreift, wird es ein völlig anderer Krieg sein – ein sehr kurzer K Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Nicht nur mit Linke-Politikern, auch mit Abgeordneten der CDU und SPD in Berlin zeigen sich Issa und Firas Remmo gerne auf Fotos. Was steckt hinter den Begegnungen? Bei der CDU wird es interessant Das Foto löste eine große Debatte aus: Ein älterer Mann in blaugrauem Jackett, darunter ein schwarzes T-Shirt, steht auf der Wahlparty der Neuköllner Linken und hält einen Daumen in die Kamera. Der Mann ist Issa Remmo. Wer ihn bislang nicht kannte, kennt ihn jetzt. Issa Remmo gilt Berliner Sicherheitsbehörden als wichtige Figur in einem Umfeld, das sie mit organisierter Kriminalität in Verbindung bringen. Wissam Remmo und Ahmed Remmo wurden wegen eines spektakulären Kunstdiebstahls aus dem Berliner Bode-Museum verurteilt. Mehrere Remmos wegen des Einbruchs ins Grüne Gewölbe in Dresden. Das Foto hatte also ordentlich Wumms. Der Linke- Politiker Ferat Koçak geriet dadurch unter Druck und zog sich schließlich aus dem Innenausschuss des Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Er galt als Provokateur, lehnte das Label aber ab. Im Gropius Bau eröffnet eine Ausstellung zu Christoph Schlingensief. Ein Gespräch mit seiner Witwe Aino Laberenz über Kontrollverlust und seine Reaktion auf die deutsche Geschichte „Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine“, so lautet der Titel einer großen Ausstellung mit Werken von Christoph Schlingensief, die diese Woche im Berliner Gropius Bau eröffnet und zuvor in Wien zu sehen war. Aino Laberenz verwaltet Schlingensiefs Nachlass und hat in den Nullerjahren eng mit ihrem Partner zusammengearbeitet. Was ihn auszeichnete? „Haftung und Haltung“, betont sie. Nicht zu vergessen: Humor. der Freitag: Frau Laberenz, Kulturjournalisten berufen sich gerne auf Christoph Schlingensief. Als neulich eine Kontroverse um das Schwimmbad vor der Volksbühne tobte, schrieb die „Zeit“: Christoph Schlingensief wäre entzückt. Und in der „Welt“ stand: Er wäre von dieser Wellness-Oase f&# Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
In ihrem neuen Buch „Endzeitfaschismus“ nimmt Naomi Klein die Tech-Milliardäre ins Visier. Unserer Autorin hat sie erklärt, wie extremer Reichtum und der neue Faschismus zusammenhängen – und warum Widerstand trotz allem nicht zwecklos ist Naomi Kleins neues Buch beginnt auf einem Berggipfel, wo „eine Gruppe gläubiger Menschen vor ein Publikum tritt, um ihm eine Vision vorzustellen“. Es ist die Vision einer paradiesischen Stadt, mit Toren an jedem Eingang, in der keine Waffen nötig und alle reich sind. Einer der Männer kämpft mit den Tränen, als er ihre Schönheit beschreibt. Die Eröffnungsszene von Endzeitfaschismus , das Naomi Klein gemeinsam mit der Aktivistin und Autorin Astra Taylor verfasst hat, ist jedoch keine Metapher. Bei den Gläubigen handelt es sich um Jared Kushner und Steve Witkoff. Wir schreiben das Jahr 2026, bei dem Berg handelt es sich um Davos. Und die strahlende Stadt soll New Gaza heißen. Das Weltwirtschaftsforum im Schweizer Bergort Davos hatte schon Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Drei Kilometer bis zum Kindergarten, kein Geld für Bus oder Auto: Unsere Autorin lebt vom Existenzminimum und fand für ihre Tochter eine eigene Lösung. Dann kamen die Sprüche einer Erzieherin. Was sie damals fühlte, versteht sie erst jetzt Ich hatte lange versucht zu sparen, denn ich wusste, ich würde ihn benötigen. Einen Bollerwagen aus Holz mit Luftreifen. Nach dem Kauf breitete ich auf unserem Balkon eine Folie aus und lackierte den Wagen mit roter wetterfester Farbe. Lange hatte ich nach etwas gesucht, was meinen Ansprüchen gerecht wurde. Der finanzielle Einschnitt von 50 Euro war hart, denn ich bekomme das Existenzminimum. Trotzdem wusste ich, dass sich der Bollerwagen rentieren würde. Als armutsbetroffener Mensch wäre ein Auto ein teurer Luxus, der oft mit Verschuldung einhergeht. Wie aber transportiere ich sonst schwere Sachen von A nach B? Ich wollte nicht ständig abhängig sein von Menschen, die ich fragen müsste, ob sie für mich mit dem Auto etwas transportieren würde Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Die große Schriftstellerin und Psychologin Helga Schubert schreibt ein eindrucksvolles und intimes Zeugnis ihrer Trauerarbeit. Unsere Rezensentin nähert sich dem Buch in einer ebenso persönlichen Lektüre Man möchte sie umarmen, als sie am Bett ihres toten Mannes steht. So viele Jahre hat sie ihn betreut. Wie viele durchwachte Nächte! Todmüde sagt sie ihm diesmal, dass sie sich für zwei Stunden hinlegen müsse. Sie stellt sich den Wecker, um dem Krankenpfleger die Haustür zu öffnen. Doch in der Früh, während sie schlief, ist ihr „Lebensmensch“ gegangen. Am 22. August 2025 „war mein bisheriges Leben zu Ende“, schreibt sie. Ein Trost vielleicht, dass Johannes Helm 98 Jahre alt wurde. Immerhin mehr als ein halbes Jahrhundert waren sie zusammen. Ab 1958 hatte sie an der Humboldt-Universität klinische Psychologie studiert, wo Professor Helm eine international anerkannte Kapazität auf diesem Gebiet gewesen war. Inzwische Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Die AfD verspricht „Remigration“ und viele Wähler nehmen dafür ein wirtschaftsliberales Programm in Kauf. Ökonomin Isabella Weber und Philosophin Eva von Redecker erklären, warum. Welche Politik hilft gegen den Rechtsruck? Ein Gespräch Was geschieht, wenn soziale Unsicherheit in Ressentiment umschlägt? Warum gelingt es der extremen Rechten so gut, Ohnmacht in politische Härte zu übersetzen – und wie könnte eine Politik aussehen, die den Menschen nicht nur Schutz, sondern Handlungsmacht verspricht? Darüber sprechen die Ökonomin Isabella Weber und die Philosophin Eva von Redecker, die sich für dieses Interview zum ersten Mal persönlich begegnet sind. Weber blickt auf Preise, Märkte und die politische Ordnung der Daseinsvorsorge; von Redecker auf Eigentum, Freiheit und die autoritären Affekte der Gegenwart. Was entsteht, wenn diese Perspektiven aufeinandertreffen – und was folgt daraus für eine Politik gegen rechts? der Freitag: Lassen Sie uns, bevor wir uns I Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Hat China an einem deutschen Forschungsinstitut für Computersicherheit spioniert? CSU-Wissenschaftsministerin Dorothee Bär nährt diesen Verdacht, doch sie erntet Widerspruch: Der Fall CISPA zeigt, wie bedroht die Wissenschaftsfreiheit ist „Bildlich gesprochen standen Tür und Tor sperrangelweit offen“, sagte Dorothee Bär Ende September im Forschungsausschuss des Bundestags. „Ein Abfluss sicherheitsrelevanter Erkenntnisse war jederzeit möglich.“ Das CISPA ist ein Forschungsinstitut im Saarland, das sich mit Grundlagen der Computersicherheit beschäftigt. Ein Team der Beratungsgesellschaft KPMG hatte monatelang eine „forensische Untersuchung“ der analogen und digitalen Unterlagen des Instituts durchgeführt. Das Ergebnis laut der Bundesforschungsministerin von der CSU: Die Sicherheitsvorkehrungen seien mangelhaft gewesen, außerdem habe das Institut „mit risikobehafteten Personen und Institutionen aus der Volksrepublik China kooperiert und publiziert“. Zu Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Im November 2024 wird die Studentin Jane Doe auf einer Verbindungsparty mutmaßlich von sieben Männern vergewaltigt. Der Staatsanwalt sieht keine Straftat, die Hochschule verhängt milde Strafen. Nun hetzen auch noch MAGA-Influencer gegen sie Jane Doe, die Betroffene des Gruppenvergewaltigungsfalls an der Elite-Universität Cornell, wurde im Stich gelassen. Ihre Sorority-Schwester, die während dieser Nacht im November 2024 offiziell als „Aufpasserin“ agieren sollte, ist kläglich an dieser Aufgabe gescheitert. Der Freund, der sie auf die Party im Haus seiner Fraternity Chi Phi eingeladen hatte, gab ihr trotz eines bereits eindeutig betrunkenen Zustandes mehr Alkohol, außerdem Marihuana und Ketamin, überredete sie zum Sex mit einem weiteren Verbindungsbruder, und beteiligte sich letztendlich an einer über Stunden andauernden Gruppenvergewaltigung mit sechs anderen Männern. Die insgesamt über 50 Chi-Phi-Studenten, die auf die in ihrem Gruppenchat geposteten Nachrichten mit dem Inha Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Heute gedenken Christen, Juden und Muslime in Berlins Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gemeinsam der Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel. Eingeladen hat der evangelische Bischof Christian Stäblein. Was ist diesmal anders? Ein Gespräch Bundesweit wird heute an die Opfer des Terrorangriffs vom 7. Oktober erinnert, doch vermutlich nur in Berlin wird es interreligiös: Inmitten der Stadt, in der historischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, werden am Mittwochabend der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, der jüdische Rabbiner Andreas Nachama sowie der im House of One wirkende Imam Kadir Sanci zusammen der Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel vor drei Jahren gedenken. Dazu eingeladen hat Bischof Christoph Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der Gedenkgottesdienst findet auch im Nachklang der Berliner Wahlen statt, die vor allem durch eine Antisemitismusdebatte in Bezug auf die Partei Die Linke immer wieder hochkocht. Erst am Dienstag veröff Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
„The Social Reckoning“ setzt David Finchers großartigen Film über die Facebook-Gründung, „The Social Network“ fort. Die Kritik am Einfluss der Social-Media-Algorithmen kommt angesichts aktueller KI-Bedrohung aber fast zu spät David Finchers The Social Network wurde 2010 als hochaktueller Film gefeiert. Er war der Zeit vielleicht nicht nur voraus , sondern sogar zu früh dran: Facebook steckte 2010 noch in den Kinderschuhen. Erst vier Jahre vorher war das Portal für die breite Öffentlichkeit freigeschaltet worden. Der Film nennt in den Endcredits 500 Millionen Mitglieder. Keine zwei Jahre später waren es bereits über eine Milliarde. Im von Aaron Sorkin geschriebenen Drehbuch, das nach Vorlage eines gut recherchierten Sachbuchs die Gründerjahre der Social-Media-Plattform nacherzählt, ist zwar mehrfach die Rede davon, wie süchtig das Scrollen auf damals noch „The Facebook“ mache. Aber die wesentlichen Aspekte, die heute den kritischen Diskurs um Social Media bestimm Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Am 6. Oktober trat in Magdeburg der Landtag zusammen, erstmals mit einem AfD‑Präsidenten. Unser Autor kam mit 13 im Reisebus nach Deutschland – und erkennt ein Muster zwischen Rumänien und Ostdeutschland. Wohin führt das Heimatversprechen? Eigentlich ist es keine Nachricht im Sinne einer Neuigkeit mehr, aber dann ist dieser Tag doch ein Tag, der als historisch markiert werden kann: Am 6. Oktober tritt der neue Landtag von Sachsen-Anhalt zusammen. Und hat nun den ersten AfD-Landtagspräsidenten. Schon am Wahlabend Anfang September sagte BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze, seine Partei interessiere die Brandmauer nicht . Nur wenige Tage später kündigte dann die Parteichefin Sahra Wagenknecht einen Antrag im Magdeburger Landtag an zur „Öffnung von Nord Stream“ und der „Rückkehr zu russischem Gas“. Dafür könne es eine Mehrheit geben, „auch mit Stimmen der AfD“. Während die einen Heimat als etwas Reines und Pures versprechen, suchen die anderen nach politisch Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Mit Jan Böhmermann geht einer, der die moderne Satire lange brillant beherrschte. Manches geriet mit der Zeit allerdings zu erwartbar. Gibt es einen Weg aus dieser Falle? Es gibt Orte im deutschen Fernsehen, an denen man die Grenzen der Satire sehen kann. Einer ist die Talkshow Maischberger . Sie beginnt damit, dass drei Beobachterinnen und Beobachter des politischen Geschehens die aktuelle Lage kommentieren. Der rechte Platz ist der, auf dem immer mal wieder ein Comedian oder eine Satirikerin sitzt. Manchmal auch Köche, Quizmoderatoren oder Schauspieler, die dann aber so tun, als seien sie Satiriker. Es ist jedenfalls ein Platz, von dem aus viel gebrauchter Quatsch erzählt wird. Menschen, die mit Pointen ihren Lebensunterhalt verdienen, kommentieren die Ukraine-Politik der Bundesregierung. Erzählen ihre ewigen Bahn-Anekdoten, wenn es um russische Expansionspläne geht. Äußern, nach tagesaktuellen Entwicklungen gefragt, erneut ihr Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Der Bundestag verhandelt die Pflegereform von Gesundheitsminister Carsten Linnemann. Heimbewohner zahlen derzeit bereits 3.364 Euro Eigenanteil, ein Deckel ist nicht vorgesehen. Doch eine unscheinbare Änderung trifft viele noch härter Carsten Linnemann hatte nicht nur schlechte Nachrichten zu verkünden: Rentenpunkte für pflegende Angehörige werden nicht wie vorgesehen gekürzt , versprach der Gesundheitsminister von der CDU. Doch seine weiteren Äußerungen zur Pflegereform, über die nun der Bundestag verhandelt, klingen bedrohlich: Dass „die häusliche Pflege zentral“ sei, heißt auch: Wer sich das Heim wegen der exorbitant steigenden Eigenanteile – derzeit 3.364 Euro – nicht mehr leisten kann, soll mal sehen, wo er oder sie bleibt: nämlich daheim. Rente, Gesundheit, Pflege: Die nächste Expertenkommission Aber geht das? Wenn selbst der winzige Ausgleichsbetrag von 131 Euro für Menschen in Pflegestufe 1 gestrichen werden soll, selbst für di Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Warum französische Schüler und Schülerinnen seit Tagen auf die Barrikaden gehen und wo Bohleys Zeichnungen hängen: Der „Freitag“-Blick auf den Tag Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn ich die Bilder von wütenden Schülerprotesten in Frankreich sehe, dann muss ich daran denken, wie wir damals gegen den Zweiten Golfkrieg auf die Straße gegangen sind. Das war 1991. „Kein Blut für Öl!“ Wir sahen orientierungslose ostdeutsche Lehrer und Lehrerinnen , die versuchten, sich die neuen (West‑)Schulpläne anzueignen. Sie waren unsicher, vorsichtig, mussten klarkommen. Und sagten: „Dann geht demonstrieren, aber ihr müsst den Stoff nachholen.“ Newsletter Endlich Freitag Placeholder image-5 Sie lesen Endlich Freitag! – der Blick auf den Tag – direkt aus der Freitag-Redaktion. Sie können Endlich Freitag! auch als Newsletter abonnieren. Hier können Sie sich registrieren Ju Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Eine Wunde in der Hand, eine rätselhafte Frau und eine Reise bis in die kasachische Steppe: Lutz Seilers neuer Roman klingt nach einem großen Abenteuer. Tatsächlich erzählt er davon, wie unzuverlässig Geschichten sein können Der Klappentext zu Lutz Seilers neuem Roman Das tickende Herz lässt es an Pathos nicht fehlen. „Dieser große, Grenzen sprengende Roman“, heißt es dort, führe „um den halben Erdball“, dazu steht die Frage: „Ist das Liebe, Verhängnis – oder Verschwörung?“ Dass Seilers Roman dieser Frage die Antwort verweigert und auch sonst in vielem viel subtiler ist als die Ankündigung, macht seine Qualität aus. Das tickende Herz ist der dritte und abschließende Teil einer Trilogie, deren erster und zweiter Teil Kruso (2014) und Stern 111 (2020) von der Kritik gefeiert und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Während Kruso von Ed Bendler erzählt, der im Sommer 1989 als Abwäscher auf Hiddensee in den Bann des c Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Eine Gruppe israelischer Soldaten sollte nach dem 7. Oktober unter den Leichen der Täter nach Leichen von Opfern suchen. Ein „Haaretz“-Reporter sprach nun mit ihnen. Der Text enthält drastische Schilderungen von Leichen, Suizid und Traumata Ein Lastwagen nach dem anderen fuhr auf das Gelände. Die großen Firmenlogos auf den Fahrzeugen verrieten ihren ursprünglichen Zweck: Frischfleisch, Würstchen, Eiscreme. Endlich kommt das Essen, sagte einer. Andere waren weniger optimistisch. Dann öffneten sich die Türen, und sofort war da dieser Geruch. Leichen. Berge von Leichen, übereinander und ineinander verschlungen. So sah es wenige Tage nach dem 7. Oktober auf dem Militärstützpunkt Sde Teiman im Süden Israels aus. In jenen Tagen war Sde Teiman das Spiegelbild des Militärstützpunkts Shura in Zentralisrael. Die Leichen von Soldaten und Zivilisten wurden nach Shura gebracht, während die Leichen von Personen, bei denen man davon ausging, dass sie Hamas-Kämpfer waren, na Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Sam Altman und Big Tech versprechen, Krebs in einem Jahrzehnt durch KI zu heilen. Doch Forschende warnen vor falschen Erwartungen, denn biologische Hürden bremsen den Fortschritt. Wie weit kann die Technologie die Medizin wirklich bringen? Ihr Name war June. Juni sollte der letzte Monat sein, den sie je erleben würde. Ich erinnere mich daran, wie ihr Bett sie so klein wirken ließ, wie es sie mitten im Zimmer zu verschlucken schien, so ausgerichtet, dass sie aus dem Fenster sehen konnte. Weil ihre Leber versagte, hatte ihre Haut einen geisterhaft aprikosenfarbenen Ton. June – ich nannte sie Nan – war vom König der Schrecken, vom Kaiser aller Krankheiten verfolgt worden: Krebs. Der Krebs saß in ihrer Bauchspeicheldrüse. Ihre Überlebenschancen? „Nicht gut“ – um es vorsichtig auszudrücken. Die Mathematik, düsterer formuliert: Es ist weltweit die zwölfthäufigste Krebsart und die sechsthäufigste Ursache für Krebstodesfälle. Die Weltgesund Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Der AfD-Mann Tobias Rausch ist Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt. Doch überraschender war eine andere Wahl. Gab es einen Geheim-Deal? Was John Lucas Dittrich vom BSW und der Linke Mustafa Groener über diese konstituierende Sitzung sagen Als Ulrich Siegmund den Plenarsaal des Landtags von Sachsen-Anhalt betritt, geht er zielsicher auf die Fotografen zu. Sie richten ihre Kameras auf ihn. Siegmund hebt den Daumen und hält ihnen lachend seine Kaffeetasse entgegen. Darauf steht: „Linke Tränen“. Anschließend begrüßt er alle fünf Abgeordneten des BSW per Handschlag. Deren Fraktion ist im Plenarsaal direkt neben der AfD positioniert. Die hat im Vorfeld durchgesetzt, in der Mitte des Plenarsaals zu sitzen. Eva von Angern spricht über Clara Zetkin Eigentlich geht es an diesem Tag gar nicht um Ulrich Siegmund. In Magdeburg werden der Landtagspräsident und seine Stellvertreter gewählt. Im Mittelpunkt steht Siegmund trotzdem, denn ein paar Tage zuvor hatte er angekündigt , sic Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Mit der Wiedereröffnung der Volksbühne mischt Matthias Lilienthal die Berliner Theaterszene auf. Rimini Protokoll und Holzinger setzen auf innovative Formen. Die Frage bleibt: Verliert traditionelles Schauspielhandwerk an Bedeutung? Letztlich lief es wohl doch auf eine Art Kapitulationserklärung hinaus. Als eine Performerin aus Florentina Holzingers Ensemble vergangenen Donnerstag zum Auftakt der neuen Intendanz eine weiße Flagge über dem Dach der Volksbühne schwenkte, blieb zunächst offen, wie das zu deuten sei: Ein Friedensangebot an Berlin, dem sich Intendant Matthias Lilienthal bereits über das Volksbad zugewandt hatte? Oder schlicht eine bedeutungslose Geste aus dem Repertoire der Fahnenschwenkkunst? Rätselraten also um diesen choreografischen Programmpunkt des rituellen House Wash , bei dem Holzingers unbekleidete Performerinnen die Fassade des markanten Baus am Rosa-Luxemburg-Platz putzten – eine viertelstündige Inszenierung, die den Platz vor der Volksbühne zum Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
Unsere Autorin ist mixed, hat ein weißes und ein Schwarzes Elternteil. Neulich war sie auf einem Date mit einem weißen Mann. Kann das funktionieren? Ich habe eine Vorliebe für Serien und Filme aus den 90er- und 00er-Jahren. Was auch bedeutet, dass ich regelmäßig denke: „Autsch, das ist nicht gut gealtert.“ Das passiert zum Beispiel, wenn eine von vier Freundinnen zunimmt und die anderen darüber schockiert sind ( Sex and the City ). Wenn alte Männer mit viel zu jungen Frauen flirten ( Lost in Translation ). Und grundsätzlich immer wieder, wenn ich mir die Paare ansehe, die in Serien und Filmen gezeigt werden. Selbst in High School Musical , das 2006 in die Kinos kam, sah ich es: weiße Mädchen sind mit weißen Männern zusammen, asiatische Mädchen mit asiatischen Männern und Schwarze Mädchen mit Schwarzen Männern. Ich weiß, dass mich das damals mit elf Jahren Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .